Muster durchbrechen und Freiheit erschaffen.


Befreie Dich von Deinen Verhaltensmustern und sei bewusster Schöpfer Deines Lebens.

Denn wer immer das gleiche tut, wird immer das gleiche erfahren.

Die alten Mühlen in Dir erkennen.

Früher habe ich mich oft gefragt, was es ist, dass den Menschen so unfrei macht. Es muss doch eine gewaltige Kraft sein, welche es vermag, so viele Menschen zu Sklaven zu erziehen.

Die Frage lässt sich auf vielen verschiedenen Ebenen beantworten. Die Eltern sind schuld, oder die Schule, oder doch gleich das ganze korrupte System. Nein, nur Gott kann den Fehler gemacht haben. Einer musste Schuld an dem Schlamassel sein. Die Welt war falsch, eine Antwort, mit der ich mich lange zufriedenen gegeben habe. Dass diese Antwort noch viel mehr Schmerz in mir auslöste, schien dabei fast unwesentlich. Denn ich würde ja alles anders machen, wenn ich nur könnte. Ach ja?

Einige Jahre und Erfahrungen später ist natürlich klar, dass jede dieser Erkenntnisse von einem unreifen Bewusstsein zeugten, von einem Muster meines Lebens.

Wie groß muss der Schmerz in unserem Leben erst werden, bis wir erkennen, dass es so nicht weiter gehen kann? Bei mir war es der Schmerz, der mich hat aufwachen lassen. Der Schmerz hat mir die Augen geöffnet. Die Augen geöffnet für eine Realität, in der es nicht um Schuld ging. Eine Realität, in der Freiheit für jeden möglich war- ganz gleich in welcher Welt lebend.

Ich habe verstanden, dass es die Muster meines Lebens waren, die mich versklavten. Die inneren Überzeugungen, Verletzungen, Bedürfnisse und ungeheilte Gefühle sponnen das Netz meines Aktionsradius immer enger. Ich war Gefangene meines Selbstes.

Der erste Schritt in die Freiheit- die Bewusstwerdung.

Viele Menschen reagieren noch immer völlig unbewusst ihre inneren Begrenzungen in der Welt ab. Sie begegnen uns wie Minenfelder auf dem Weg. Immer in der Gefahr einen ihrer wunden Punkte zu treffen und Zeuge einer emotionalen Explosion zu werden. Aber auch viele bewusste Menschen sind nicht selten ausführende Kraft ihrer inneren Muster. Sie wissen um ihre Themen, aber fühlen sich unter starken Triggerpunkten von ihren Emotionen und Gedanken überwältigt.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, kann man in dem letzteren Falle nur sagen. Der erste Schritt in die Freiheit hat mit der Bewusstwerdung der eigenen Minenfelder begonnen. Und damit ist man den meisten Menschen, schon ein ganzes Stück voraus.

Je besser Du Deine Muster und Themen kennst, desto besser kannst Du auf lange Sicht, Herr Deiner Lage werden. Erforsche deshalb alle Situationen, die starke negative Emotionen und Schmerzen bei Dir auslösen mit Inbrunst. Erstmal ist es nicht so wichtig, dass Du die Situation voll händelst. Erwarte nicht zu viel von Dir. Was sich über Jahre in Dir gefestigt hat, wirst Du nicht in einem Schwung erlösen können. Übung macht den Meister. Lerne aus den Situationen. Was wurde in dieser Situation in Dir zum Klingen gebracht? Bleibe in der Beobachtung immer bei Dir. Der äußere Auslöser ist nicht mehr als ein Punchingball. Es ist die Kraft, die auf Dich zurückfällt, weil Du sie in Dein System gespeist hast.

Erfahre Dich außerhalb Deines Schmerzkörpers.

Wenn Du Deine Muster und Themen besser kennst, mache Dir diese als etwas von Dir Getrenntes bewusst. Erst wenn Dir klar wird, dass Du nicht dieser Schmerzkörper bist, kannst Du überhaupt die Reaktionen des Schmerzkörpers unterbrechen.

Stelle Dir Deinen Schmerzkörper als Schatten all Deiner Schmerzpunkte vor. Du kannst vor ihm nicht flüchten, Du darfst aber auch nicht glauben, Du bist der Schatten.

Der Schmerzkörper will Schmerz.

Die Muster und Schmerzpunkte nähren sich selbst. Beziehungsweise sorgen sie dafür, dass Du für ihre Nahrung sorgst. Der Schmerz braucht immer mehr Schmerz. Die Einsamkeit, verlangt nach mehr Einsamkeit. Das betrogene Herz nährt sich durch Herzschmerz. Je größer Dein Schatten ist, desto mehr Nahrung braucht der Schatten.

Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass es echte Glücks- und Pechkinder gibt. Manchen Menschen scheint es nur so zuzufliegen. Andere werden vom Unglück schier verfolgt. Eins ist klar, der Schatten wird Dein Leben so manipulieren, dass Du den Schmerz Deiner Lebensthemen immer und immer wieder erlebst. Einen ausgerägten Schmerzkörper zu haben, erfordert deshalb jede Menge Bewusstheit- sonst ist Dein Leben auf Pech programmiert.

Was aber macht man nun mit seinem Schatten? Ihn zu kennen war der erste Schritt. Wenn Du einen Schatten auflösen willst, dann brauchst Du Licht von allen Seiten. Dein Licht ist Dein Bewusstsein.

Sei das aufmerksame und achtsame Bewusstsein. Lass Dein Licht überall sein, heißt präsent im Moment zu sein. Wenn Du präsent bist, dann erkennst Du in jeder Situation sofort, was passiert. Du wirst nicht plötzlich von Deinen Reaktionen überwältigt, sondern erkennst die Anzeichen des Sturms in Dir.

Gefühle fühlen.

Erlaube Dir die Gefühle zu fühlen. Ganz gleich wie intensiv sie auch sind. Du bist die beobachtende Kraft, wenn Du präsent bist, dann bist Du stark. Die Gefühle können Dir nichts tun. Fühle die Gefühle in Deinem Körper und verbinde sie mit Deinem Herzen. Das Herz ist der Transformator im Körper. Je verletzlicher und offener Du Dich dem Gefühl stellst, desto freier kann Dein Herz dieses Gefühl heilen. Atme dabei ruhig. Dein bewusster Atem unterstützt die Kraft Deiner Präsenz in Dir und macht Dich kraftvoller.

Aktion statt Reaktion.

Präsenz ist alles, um Deine Muster und Deinen Schatten zu überwinden-ihn zu heilen.

Mache Dir den Satz: "Aktion statt Reaktion" zum Leitsatz Deines Handelns. Wann immer Du verletzt bist und eine Reaktion aussteht, oder Du nicht weißt, was Du jetzt tun sollst- agiere im Einklang mit Deiner inneren Stärke. Fühle die verletzten Anteile in Dir und transformiere sie über Dein Herz und Deinen Atem. Dann frage Dich, was die Liebe jetzt tun würde. Die Liebe zu Dir, die Liebe zum Anderen. Was würde sie jetzt tun? Die Liebe agiert, sie reagiert nicht.

Immer wenn Du Dich ertappst, dass Deine Handlung, Dein Wort oder Dein Gedanke, eine Reaktion auf eine Verletzung ist, stoppe den Prozess. Höre auf zu reagieren und agiere!

Es ist so einfach und doch braucht es viel Geduld und Übung. Unsere Muster sind ein Automatismus unseres Lebens geworden. Jede alte Gewohnheit braucht seine Zeit, um verlernt zu werden. Sei liebevoll und nachsichtig mit Dir. Wenn Du gescheitert bist, dann vergebe Dir und der Situation. Du hast aus ihr gelernt. Beim nächsten Mal wird es schon besser klappen. Sei authenthisch.

Versuche nicht mit dem Kopf an diese Situtationen heranzugehen. Es nützt niemandem, wenn Du anfängst Deine Gefühle zu unterdrücken, um stark zu wirken. Denn damit produzierst Du noch viel mehr Schatten und Schmerz.

Mit jedem gefühlten und transformierten Gefühl, mit jeder bewussten Aktion wächst Du in Dein volles Potenzial und in Deine Freheit. Es lohnt sich. :)


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